Archiv für die Kategorie „HowTo“

MMS mit dem N900 empfangen und verschicken

Mittwoch, 4. August 2010

Seit je her benutze ich immer wieder ne MMS zum verschicken von spontan erstellten Fotos.
Leider kann das Nokia N900 mit MMS von Haus aus nicht umgehen, jedoch gibt es eine Möglichkeit mit einem kleinen Tool Namens fMMS. Ich habe T-Mobile als Handy Provider und da im Internet verschiedene Einstellungen kursieren schreib ich euch hier mal ein kleines HowTo wie ich das verschicken und empfangen von MMS auf meinem N900 mit T-Mobile zum laufen bekommen habe.

HowTo für die aktuelle fMMS Version 1.2.3!
Ältere Versionen brauchen teilweise andere bzw. mehr Einstellungen.

Als erstes installiert man auf dem N900 das Tool fMMS über den Programm Manager.
Achtung die Extras-Devel Quellen müssen dafür aktiviert sein!

HINWEIS! Das Tool fAPN wird seit der 1.0 nicht mehr benötigt und muss deshalb auch nicht mehr installiert werden!!! Auch wenn es in div. Anleitungen noch so drin ist!

Nach dem Installieren findet man das Programm Symbol von fMMS im Menü.
Jetzt kann man es starten die Oberfläche sieht dann so aus:

nun tippt man oben in der Symbolleiste auf “fMMS”, das folgende Fenster öffnet sich

hier dann auf “Einstellungen” tippen

in diesem Fenster stellt man die Größe auf “Mittel” und den Netzwerkmodus auf “Havok” was bedeutet das zB. die Wlan Verbindung erhalten bleibt beim senden. Jetzt tippt man hier auf den Menüpunkt “Einstellungen” um im folgenden Fenster die Provider Daten einzugeben:


In meinem Beispiel sind das die Provider Daten von T-Mobile Deutschland.
Andere Provider Daten findet man zB. hier: wiki.maemo.org

Unter dem Punkt “Erweitert” belässt man alles wie es ist also so:

Abschliessend speichert man nur noch und ist dann wieder in der fMMS Oberfläche.
Jetzt kann man MMS verschicken und empfangen. Wer keine MMS empfangen kann sondern
stattdessen nur ne SMS mit Weblink zur MMS bekommt muss selber mal eine MMS verschicken.
Zur Not auch an eure e-Mail Adresse. Danach ist bei T-Mobile der MMS Verkehr in beide Richtungen offen.

Ich hoffe das HowTo ist verständlich Feedback ist natürlich wie immer erwünscht :-D

Endlich! N900 sync mit Evolution HowTo!

Montag, 26. Juli 2010

Endlich hab ich wieder einen Beitrag zu meinem N900.
Und endlich hab ich ne Lösung für mein Syncproblem mit Evolution auf Ubuntu.
Leider habe ich bisher keinen Weg gefunden direkt mein Ubuntu mit dem N900 zu syncen
jedoch über den Webdienst Memotoo klappt das jetzt mehr als zufriedenstellend :-D

HowTo Teil1 N900 sync mit Memotoo:

WICHTIG!!! Unbedingt die PIM Daten vorher Sichern!

Als erstes mal bei memotoo einen Free oder Pro Account anlegen.
Der Free Account ist kostenlos lässt aber nur das synchronisieren bis 50 Kontakte oder Termine zu.
Der Pro Account kostet 12€ im Jahr und man kann dann beliebig viele Kontakte, Termine, Aufgaben etc. synchronisieren, weswegen ich mich für den Pro Account entschieden habe.

-Auf dem N900 muss man die Syncevolution Paketquellen einrichten indem man folgende Datei runterlädt und auf dem N900 ausführt: syncevolution.install

-Jetzt das Tool Syncevolution 0.7 per Paketmanager auf dem N900 installieren (0.7 ist wohl nur die Gui im Backend wird die neue syncevolution_0.9.2-4 installiert)

-Nun legt man den Memotoo Dienst im N900 Syncevolution an.
Als Serveradresse kann man entweder:

http://sync.memotoo.com/syncml

oder

https://sync.memotoo.com/syncml

verwenden.
Wenn man die SSL Adresse nimmt muss man allerdings noch in der
/home/user/.config/syncevolution/memotoo/config.ini
die Zeile
#SSLVerifyServer = 1
wieder einkommentieren und auf 0 setzen also wie folgt ändern:
SSLVerifyServer = 0
Da sonst die Verbindung zum memotoo Server leider nicht klappt.

Als Username nimmt man dann den bei Memotoo angelegten Usernamen allerdings will Memotoo den Usernamen in Kleinbuchstaben!
Passwort ist dann natürlich auch das bei Memotoo angelegte Passwort ;-)

Wenn das eingegeben ist kann man noch einstellen welcher Kalender oder welches Adressbuch gesynct werden soll. Bei ersten Sync sollte man dann auch den SlowSync verwenden.
Jetzt ist auf dem N900 alles eingerichtet und man kann schon das erste mal synchronisieren :-D

HowTo Teil2 Ubuntu Evolution sync mit Memotoo:

-Als erstes muss man auch hier im Ubuntu das Syncevolution PPA einrichten:
deb http://downloads.syncevolution.org/apt stable main
und dann das Paket syncevolution-evolution installieren (momentan Version: 1:1.0-2)

-Nach dem Installieren gibt es im Ubuntu unter “Anwendungen” “Internet” den Menüpunkt “Synchronisation” dieser ist die GUI für das Syncen.

-Diese ruft man nun auf und klickt auf “Sync Service ändern/bearbeiten” im sich öffnenden Menü wählt man den vorkonfigurierten Memotoo Service auf und gibt seine Daten ein.
Danach nicht syncen da es noch nicht richtig tut ;-)

-Man öffnet nun ein Terminal und legt falls noch nicht vorhanden folgenden Ordner im eigenen Homeverzeichnis an
.sync4j/evolution
Jetzt wechselt man in den erstellten Ordner
cd .sync4j/evolution/
und lädt ein Paket mit Memotoo Einstellungen rein
wget http://www.memotoo.com/softs/SyncEvolutionMemotoo.tar.gz
danach entpacken
tar -zxvf SyncEvolutionMemotoo.tar.gz
Die Memotoo Logindaten (login und password) muss man dann in der Datei:
~/.sync4j/evolution/memotoo/spds/syncml/config.txt
ergänzen.
In den einzelnen Sync-Konfigurationen müssen nun noch die Namen für die Datenquellen angepasst werden. Also in
~/.sync4j/evolution/memotoo/spds/sources/addressbook/config.txt
~/.sync4j/evolution/memotoo/spds/sources/calendar/config.txt
~/.sync4j/evolution/memotoo/spds/sources/memo/config.txt
~/.sync4j/evolution/memotoo/spds/sources/todo/config.txt
jeweils den Eintrag
evolutionsource = Personal
ändern in Persönlich oder wie der Kalender oder das Adressbuch usw. bei euch heißt bei mir war das dann:
evolutionsource = Persönlich

Jetzt ist soweit alles eingerichtet und man kann im Terminal das erste mal syncen um bei evtl. Fehlern ne ausgabe zu bekommen:
syncevolution memotoo
wenn das auch tut kann man das ganze auch per GUI Syncen.

Und was soll ich sagen bei mir tuts einwandfrei :-D
Bei meinen Tests bzw dem ersten Syncvorgang hab ich allerdings einen leeres Evolution verwendet um doppelte Einträge zu vermeiden.
Sowohl auf dem N900 als auch im Ubuntu kann man das Syncevolution so einstellen das automatisch gesynct wird.
Im Ubuntu wird dann automatisch alle 30min gesynct auf dem N900 einmal am Tag mit einstellbarer Zeit.

Das ganze wurde auf zwei unabhängigen N900 und Notebooks mit Ubuntu getestet und funktioniert soweit einwandfrei. Feedback ist gerne willkommen!

Achja ein Vorteil von Memotoo ist das man seine Pimdaten sowohl per Webzugangs bearbeiten kann als auch auf jegliches Handy mit SyncML oä synchronisieren kann!

T-Mobile G1 mit Android 1.1 Updaten

Montag, 5. April 2010

Meine Frau braucht seit neuestem ein Zweithandy “es muss ein guter Browser und eMail Client drauf sein” meinte sie. Zusätzlich sollte das Handy gut aussehen und muss unbedingt weiß sein. Nach langer suche hat sie sich dann fürs T-Mobile G1 mit Android Betriebssystem entschieden. Für mich als Maemo User eine akzeptable Alternative ;-)
Nachdem ich ihr vom Handy-Dealer meines Vertrauens ein G1 in weiß besorgt habe waren die ersten Tests etwas ernüchternd. Sämtliche Apps aus dem Market lassen sich zwar installieren, stürzen beim starten allerdings ab. Zusätzlich stört die Zwangs Aktivierung des Handys durch einen Google-Mail Account. Nach etwas Recherche hatte ich festgestellt daß das G1 mit der Firmware Version 1.1 ausgeliefert wurde es offiziell aber schon 1.6 gibt (inoffiziell wohl schon 2.x).
Also hab ich mich dazu entschieden die Firmware upzudaten, da dies allerdings etwas gesuche im Internet wahr schreib ich hier nochmal ein kleines HowTo dazu :-D

HowTo:

Als erstes braucht man 2 Firmware Dateien.
(Die eine dient als Zwischenschritt um auf Version 1.5 upzudaten.
Das Update auf 1.6 wurde bei mir dann von T-Mobile automatisch ausgeliefert.)

Datei 1 –> signed-TMI-RC9-from-TMI-RC4.c8187210.zip

Datei 2 –> signed-CRB17-from-TMI-RC9-eu.17667e06.zip

Wenn man die Dateien runter geladen hat sollte man falls persönliche Daten oder Dateien auf dem G1 vorhanden sind ein Backup davon machen da bei dem Firmware Update alles vorhandene gelöscht wird!!!

Jetzt muss die Datei 1 die man runter geladen hat auf die Speicherkarte vom G1.
Das kann man entweder per USB Kabel machen oder wie ich die MicroSD Karte in einen Cardreader am PC stecken. Wichtig ist das die Firmwaredatei in update.zip umbenannt wird!

Für alle die nicht wissen wo sich die MicroSD vom G1 befindet hab ich hier noch zwei Fotos gemacht.
Die Karte sitzt praktisch genau unter dem “abheben Knopf” auf der linken Seite.

Als nächstes das Handy ausschalten, falls entnommen die MicroSD Karte einsetzen, und zur Sicherheit das Ladekabel einstecken.

Jetzt das Handy einschalten in dem man den Home und den Einschalt Knopf gedrückt hält bis das G1 vibriert.

Jetzt wartet man ca. 10 Sekunden bis man folgendes Bild erhält

Jetzt drückt man auf der Tastatur am G1 ALT + L und bekommt die Update Konsole.
Nun drückt man ALT + W um das G1 auf Werkseinstellungen zurück zusetzen und die cache Partition zu leeren. Sobald dies fertig ist drückt man nun ALT + S um das Update zu starten.
Wenn das Update beendet ist drückt man gemäß den Anweisungen auf dem Bildschirm gleichzeitig Home + Zurück (die beiden Tasten Links und Rechts vom Trackball) und wartet bis das Radio Update durchgelaufen ist, danach macht das Gerät 1 – 2 Resets und startet dann wieder in die Android Oberfläche.

Diesen Prozess wiederholt man nun mit Datei 2.
Also auf der MicroSD die nun alte update.zip löschen,
und dann Datei 2 drauf kopieren und wieder in update.zip umbenennen. Danach die gleiche Prozedur wie oben.

Wenn auch das Update sauber durchläuft und das G1 wieder die Android Oberfläche gebootet hat wird man feststellen das sich ein paar Dinge verändert haben. Man muss nun das Google Konto nicht mehr zwingend eingeben um das Telefon zu aktivieren. Das Design ist etwas verbessert und in den Einstellungen gibt es ein paar mehr Optionen. Auch der Market sieht nun etwas anders aus hat auch mehr optionen und das beste ist, die Apps die man installiert funktionieren auch ;-) (zumindest die paar die ich bisher getestet habe)

Jetzt besitzt das G1 die Firmwareversion 1.5 das Update auf 1.6 kam ein paar Stunden später automatisch und dauerte ca. 15min.

Ich hoffe die Anleitung ist so weit verständlich, trotzdem gilt für etwaige Schäden und Probleme übernehme ich keine Haftung! ;-)

HowTo: Maemo OpenVPN mit IPCop

Dienstag, 16. März 2010

Wie ihr vielleicht schon wisst habe ich bei mir mittlerweile von Windows Mobile basierten Handys auf ein Nokia N900 mit Maemo (Linux) umgestellt.
Und da ich schon vor langer Zeit ein HowTo für ipcop-forum.de geschrieben habe in dem erklärt wird wie man mit WM6 und Co eine OpenVPN Verbindung zum Cop aufbaut, möchte ich das gleiche nun für Maemo tun. Ich hoffe der eine oder andere kanns mal brauchen ;-)
Die Vorgehensweise im HowTo ist etwas umständlicher als nötig dafür eigentlich Idioten sicher.
Es gibt auch die Möglichkeit sich eine SSH Verbindung zum Handy einzurichten und die Pakete mit apt-get auf der Konsole zu installieren
das möchte ich aufgrund der Einfachheit aber nicht weiter vertiefen.

    Ich gehe im übrigen davon aus das der Umgang mit der Linux Konsole dem IPCop und Zerina bekannt ist!

Um mit dem auf Linux (Debian) basierten Maemo Betriebssystem eine OpenVPN Verbindung zum IPCop herzustellen muss man wie folgt vorgehen:

Vorbereitungen im Maemo:

1. Programmmanager öffnen
Im geöffneten Programmmanager erstmal rechts auf aktualisieren tippen:

dann auf “Herunterladen” tippen und die Kategorie Netzwerk auswählen:

nun den Eintrag “OpenVPN” antippen

Den Eintrag “Ich verstehe und stimme zu” anhaken und dann auf “Fortfahren” tippen

jetzt wird das Programm runter geladen und installiert.
Wenn die Installation ohne Fehler geklappt hat wird das durchs System mit folgender Meldung quittiert.

So nun ist OpenVPN an-sich auf dem System installiert.
Das aufbauen einer VPN Verbindung in der Konsole wär jetzt schon möglich.
Damit man sich aber auch bequem aus dem Desktop raus verbinden kann braucht man noch das passende Applet dazu.
Dieses befindet sich in der Kategorie “Desktop” im Programmmanager und wird auf die gleiche Weise installiert.
Das Applet heißt “OpenVPN Applet” und fügt sich nachher im oberen Panel bei den Verbindungen ein.

Nun ist auf dem Maemo System alles für die OpenVPN Verbindung vorbereitet und wir sollten uns jetzt um die Konfiguration seitens Zerina kümmern.
Als erstes erstellt man wie gewohnt eine neue Verbindung in der GUI und lädt danach das Client Package (Zip Datei) runter.
Jetzt muss man die Datei entpacken und das enthaltene pkcs12 Zertifikat in drei einzelne Zertifikate aufteilen.
Eigentlich kann man im OpenVPN Applet auch eine pkcs12 Datei als Zertifikat angeben was allerdings bei mir bisher nicht funktionieren wollte.

Um das Zertifikat teilen zu können muss man openssl auf seinem PC installiert haben. Wenn man wie ich Ubuntu benutzt ist dies bereits standardmäßig installiert.

Jetzt geht man in die Konsole und wechselt in den Ordner in welchem unsere aus dem Client Package extrahierten OpenVPN Dateien liegen.
Dort führt man nun folgende Befehle aus:

openssl pkcs12 -in ZERTIFIKAT.p12 -clcerts -nokeys -nodes -out user.pem

openssl pkcs12 -in ZERTIFIKAT.p12 -nocerts -nodes -out keys.pem

openssl pkcs12 -in ZERTIFIKAT.p12 -cacerts -nodes -out ca.pem

Das ZERTIFIKAT im Befehl durch den richtigen Zertifikatsnamen ersetzen.
Man muss jeden Befehl mit dem Zertifikatpasswort bestätigen!
Danach kommt dann eine Meldung die so aussehen sollte:

MAC verified OK

Jetzt sollten drei zusätzliche Zertifikate mit den Namen user.pem, keys.pem und ca.pem mit in dem Ordner liegen.
Als nächstes müssen wir die Konfigurationsdatei “VERBINDUNGSNAME-TO-IPCop.ovpn” mit einem Editor öffnen und
ein paar Einstellungen anpassen.
Standardmäßig sieht der Inhalt so aus:


#OpenVPN Server conf
tls-client
client
dev tun
proto udp
tun-mtu 1400
remote ipcop.hostname.lan 1194
#Coment the above line and uncoment the next line, if you want to connect on the Blue interface
;remote 192.168.1.1 1194
pkcs12 VERBINDUNGSNAME.p12
cipher BF-CBC
verb 3
ns-cert-type server

Damit sich das richtig mit dem OpenVPN Applet einrichten lässt muss man die 3 aus dem pkcs12 Zertifikat generierten
Zertifikate mit in die Konfiguration eintragen. Das sieht dann so aus:


ca ca.pem
cert user.pem
key keys.pem

Den Teil muss man anstelle des pkcs12 Teils eintragen

pkcs12 VERBINDUNGSNAME.p12

Natürlich muss der Parameter “remote” in der Konfig noch auf die eigenen Gegebenheiten angepasst werden.
Geändert sieht das dann so aus:


#OpenVPN Server conf
tls-client
client
dev tun
proto udp
tun-mtu 1400
#remote ipcop.hostname.lan 1194
#Coment the above line and uncoment the next line, if you want to connect on the Blue interface
remote 192.168.1.1 1194
ca ca.pem
cert user.pem
key keys.pem
cipher BF-CBC
verb 3
ns-cert-type server

Jetzt muss alles was benötigt wird auf das Maemo Gerät kopiert werden.
Folgende Dateien sind zu kopieren:

-VERBINDUNGSNAME-TO-IPCop.ovpn
-ca.pem
-user.pem
-keys.pem

Am besten eine USB Verbindung mit dem PC herstellen und die Dateien in den Ordner MyDocs in einem neuen Unterordner schieben.

Jetzt kann die Verbindung eingerichtet werden.
Dazu erstmal das OpenVPN Applet aufrufen indem man auf den Bereich oben Links mit der Uhr dem Akku und dem Wlan Symbol tippt

jetzt öffnet sich ein Menü in man den Eintrag “OpenVPN” findet

auch da muss man wieder drauf tippen damit sich folgendes öffnet

wenn man nun hier auf “Manage Connections” tippt kann man im nächsten Fenster mit “New” eine neue Verbindung anlegen

im sich öffnenden Fenster wählt man nun über den Punkt “Configuration File” die Datei VERBINDUNGSNAME-TO-IPCop.ovpn aus.

Durch das Eintragen der 3 Zertifikate in die Konfiguration werden nun alle anderen Felder automatisch mit dem richtigen Zertifikat gefüllt.
Mit klick auf den Button “Import” wird die Verbindung nun gespeichert und heißt dann so wie die .ovpn Datei benannt ist! Also ggf. umbenennen.
Man hat jetzt noch die Möglichkeit durch den Button “Test” die Einstellungen zu testen. Es öffnet sich dann ein Fenster in dem alle Ausgaben von OpenVPN angezeigt werden.

Sollte alles ohne Fehler funktioniert haben kann ab sofort im Applet die gerade konfigurierte Verbindung auswählen

Eine Aktive VPN Verbindung erkennt man dann am orangefarbenen Symbol oben im Panel

Ich hoffe die Schritt für Schritt Anleitung ist für Jedermann verständlich ;-)
Feedback ist wie immer willkommen!

Networkmanager OpenVPN Verbindung mit IPCop

Dienstag, 2. März 2010

Ich habe vor einiger Zeit ein HowTo in ipcop-forum.de geschrieben in welchem ich detailliert beschreibe wie man mit seinem Networkmanager in Ubuntu oder Debian eine OpenVPN Verbindung zur IPCop Firewall herstellt.
Das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten ;-)

Wer das schon mal versucht hat weiß, daß das OpenVPN Plugin für den Networkmanager nichts mit dem pkcs12 Zertifikat vom Zerina (OpenVPN Addon) anfangen kann.
Dieser benötigt nämlich 3 seperate Zertifikate:
-ca.pem
-user.pem
-keys.pem
Diese müssen wir erstmal aus dem pkcs12 Zertifikat generieren.

Ich setze voraus das der Umgang mit der Konsole/Terminal, dem Paketmanager und natürlich mit Zerina (OpenVPN) bekannt ist ;-)

Achja ich verwende das ubuntu-studio-theme für meinen Desktop daher sehen die Screenshots evtl. etwas anders aus als bei euch.
Die Optionen in den innerhalb der Screenshots gezeigten Fenstern sind aber nicht anders.

Nachfolgend das HowTo geschrieben für Ubuntu 9.10 (funktioniert aber auch mit den Vorgänger Versionen und auch mit Debian Lenny):

Erstmal muss noch 1 Paket installiert werden damit das ganze funktioniert.
Dies kann man mit dem grafischen Paketmanager “Synaptic” oder auch auf der Konsole mit “apt-get”.
Das Paket heißt:

network-manager-openvpn

Im folgenden Abschnitt wird das Zertifikat aus der Zerina GUI in drei separate Zertifikate geteilt. Das geschieht mit Hilfe von Openssl welches in Ubuntu 9.10 bereits installiert sein sollte. Falls das nicht der Fall ist muss man dieses noch nachinstallieren:

openssl

Nachdem man das Paket bzw. die Pakete mit allen Abhängigkeiten installiert hat kann man das Zertifikat umwandeln.

Dazu lädt man das in der IPCop-OpenVPN GUI erstellte .p12 Zertifikat am besten in einen separaten Ordner.
Jetzt öffnet man ein Terminal und wechselt in diesen Ordner.
Dort führt man nun folgende Befehle aus:

openssl pkcs12 -in ZERTIFIKAT.p12 -clcerts -nokeys -nodes -out user.pem

openssl pkcs12 -in ZERTIFIKAT.p12 -nocerts -nodes -out keys.pem

openssl pkcs12 -in ZERTIFIKAT.p12 -cacerts -nodes -out ca.pem

Das ZERTIFIKAT im Befehl durch den richtigen Zertifikatsnamen ersetzen.
Man muss jeden Befehl mit dem Zertifikatpasswort bestätigen!
Danach kommt dann eine Meldung die so aussehen sollte:

MAC verified OK

Wenn man dies alles gemacht hat sollte man nun zusätzlich zum
ZERTIFIKAT.p12 nun noch die drei neuen Dateien im Ordner haben.

Jetzt kann man den Networkmanager konfigurieren.
Dazu das Networkmanager Symbol in der Taskleiste mit der linken Maustaste anklicken.
Jetzt mit dem Mauszeiger auf “VPN-Verbindungen” und dann auf “VPN Konfigurieren” klicken, Nun öffnet sich folgendes Fenster:

Bild1

Hier klickt man dann auf “Hinzufügen” dann öffnet sich folgendes Fenster:

Bild2

In diesem Fenster kann man jetzt man das VPN mit den eigenen Einstellungen konfigurieren.
Die Art der Authentifizierung ist in unserem Fall “TLS”.
Nachdem man das eingestellt hat kann man in den unteren Feldern die einzelnen Zertifikate die wir gerade generiert haben auswählen.
Möchte man die VPN Verbindung für mehrere Benutzer des PC verfügbar machen dann kann man unten links noch die Option: “Für alle Benutzer verfügbar” aktivieren.

In den “IPV4-Einstellungen” braucht man im Normalfall nichts einstellen.

Bild7

Interessant ist im Reiter “VPN” der Button “Erweitert”
Im sich öffnenden Fenster im Reiter “Allgemein” lässt sich der Port einstellen eine evtl. verwendete LZO Kompression aktivieren oder gar die VPN Verbindung auf TCP und Tap Device ändern.

Bild3

Im Reiter “Sicherheit” muss man noch zwingend im Feld “Chiffre” die verwendete Verschlüsselung einstellen.
Default ist die Verschlüsselung vom Zerina auf BF-CBC eingestellt.

Bild4

Im Reiter “TLS-Authentifizierung” braucht man nichts zu konfigurieren.

Bild5

Wichtig ist das ihr in diesen Fenstern natürlich die Einstellungen eintragt die ihr für Zerina gemacht habt!

Jetzt das ganze noch speichern und schon kann es losgehen ;-)
Wieder mit der linken Maustaste auf den Networkmanager klicken, dann auf VPN-Verbindungen und dort die von euch erstellte Verbindung auswählen.
Jetzt sollte das Symbol des Networkmanagers mit einem kleinen Schloss versehen sein.
Das würde dann heißen es hat funktioniert :D

In neueren Networkmanager Versionen gibt es Probleme das die VPN Verbindung nicht zustande kommt weil: “keine gültigen VPN Secrets vorhanden sind” oder “der OpenVPN Dienst nicht getartet werden konnte”.
In diesem Fall einfach die Authentifizierung auf “Passwort und Zertifikate (TLS)” umzustellen und irgendwas fiktives bei Username und Passwort eingeben:
(Bei mir klappts prima mit User: test PW 123).

Bild6

Ich hoffe das keine Fragen mehr offen bleiben und würde mich über Feedback natürlich sehr freuen :-D